Rosmarin

Der Rosmarin ist eine der empfindlichsten mediterranen Kräuter und benötigt kalkhaltigen, trockenen, kargen Boden mit viel Sonne und Wärme. Er verträgt keine Staunässe!

Zwei Faktoren sollten Sie beachten:

a) Der Standort
Eine große Besonderheit des Rosmarins ist, dass er zu den Frühblühern gehört und schon im März in Blüte stehen kann. Der Gehalt an ätherischen Ölen der Pflanze ist zu dieser Zeit am höchsten, die Zellen sind prall gefüllt. Wenn es zu dieser Jahreszeit Nachtfröste mit klarem Himmel gibt, führt das dazu, dass sich durch den Sonnenschein am Morgen die prall gefüllten Zellen plötzlich erwärmen und ausdehnen müssen. Dabei können die Zellen platzen und der Rosmarin stirbt ab. Deshalb sollte die Pflanze einen Standort haben, wo die Sonne im März erst ab ca. 11 Uhr scheint, damit sich der Rosmarin mit seinen Zellen langsam erwärmen und akklimatisieren kann.
Im ersten Winter sollte Rosmarin mit Reisig abgedeckt werden, jedoch nur so lange, bis der Schnee getaut bzw. die Nächte mit starkem Frost vorbei sind. Denn sonst bildet sich unter dem Reisig Feuchtigkeit, und durch feuchte Kälte entstehen sehr leicht Pilze, die den Rosmarin absterben lassen.

b) Die Sorte
Es gibt verschiedene Rosmarinsorten mit unterschiedlicher Winterhärte. Unsere Sorte, der „Rosmarin Rex“, ist bis -22°C winterhart. Jede Rosmarinsorte ist jedoch auch sehr stark vom Standort abhängig. So kann eine Sorte, die bis -10°C winterhart ist, ohne Schwierigkeiten an einem idealen Standort 20 Jahre alt werden, so z.B. oft in der Braunschweiger Gegend. Genauso kann ein bis -22°C winterharter Rosmarin den Winter nicht überleben, wenn es wie in der Kasseler Gegend klimatisch zu feucht ist.

Der Rosmarin hat in unseren Breiten seine nördlichste Verbreitungsgrenze erreicht, daher gibt es für die Überwinterung trotz Beachtung dieser Faktoren leider keine Garantie.


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